Tina Müller wurde 1980 in Zürich geboren und ist dort aufgewachsen. Sie studierte zunächst Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim, später Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin.

In der Saison 2007/08 war Tina Müller Stipendiatin des Autorenlabors am Düsseldorfer Schauspielhaus, dessen Wettbewerb sie mit ihrem Stück „Verlassen“ gewann. Ihr Jugendtheaterstück „Türkisch Gold“ wurde in Baden uraufgeführt und wurde seitdem von zahlreichen Theatern nachgespielt.

Für ihre Stücke „Bikini“ (2005) und „8 Väter“ (2010) wurde sie mit Preisen des Niederländisch-deutschen Kinder- und Jugendtheaterfestivals Kaas & Kappes ausgezeichnet. „Bikini“ erhielt außerdem den 2. Baden-Württembergischen Jugendtheaterpreis (2006) sowie den Deutschen Jugendtheaterpreis (2008). Zuletzt wurde ihr Stück „Falk macht kein Abi“ in der Spielzeit 2013/2014 sowie 2015 die Stadtoper „Die gute Stadt“ am Theater Freiburg und Ende 2015 die Theaterfassung von „Kriegerin“ am GRIPS Theater Berlin uraufgeführt. Mit ihrem Performancekollektiv „magic garden“ erarbeitet sie theatrale Denkvorgänge.

Freiheit

, Keine Kommentare

Es gibt doch diese Aussage, dass man, egal, wo man hinkommt, sich selbst immer mitnimmt und deswegen ebenso gut zu Hause bleiben kann. Dass man den eigenen Krampf überall hinschleppt. Und eine neue Heimat immer auch die alte ist.
In Tinstabook kann ich mal 12 sein, ich kann mal 48 sein. Ich kann sofort aktiv sein. Ich kann sehr kritisch sein. Reinplatzen. Falsch liegen. Ich kann fremd sein. Ich kann Aufsehen erregend sein. Ich kann mich zeigen und verstecken. Ich kann mitmachen oder zugucken. Ich kann mich ausprobieren. Ich kann mich ändern. Ich kann lernen. Ich kann scheitern ohne dass es jemand mitkriegt. Oder alle es mitkriegen. Ich kann erfinden. Lügen. Ich kann Utopien aufstellen. Ich kann Neues erfahren. Ich kann Neues erfinden. Ich kann mich verbinden. Ich kann mich verlieben. Ich kann mich verlieren. Und das, da gebt ihr mir doch Recht, ist sehr, sehr aufregend.
Seit ich allerdings in Tinstabook lebe, bin ich mich selbst nicht losgeworden. Kein bisschen. Die Freiheit ist so groß und toll und neuartig und trotzdem bleibe ich bei dem, was ich schon immer bin. Etwas an mir, also mich selbst, kann ich nicht loslassen, auch wenn ich es so gerne täte. Ich bleibe verhaftet.
Ist es also dieses Ich, was man überall hinschleppt, was letztlich die eigene, einzige Heimat ist? Und brauchen wir dann die Unfreiheit, um uns heimatlich zu fühlen? Ist Heimat nicht eigentlich auch das, was man nie los wird? Ist Heimat wirklich so toll? Sind nur diejenigen in Tinstabook zu Hause, die sich immer wieder selbst erfinden, inszenieren, denken können? Die surfen können, sich treiben lassen, sich gehen lassen? Die sich nicht festlegen müssen? Die keinen Boden unter den Füßen brauchen? Die auf Heimat scheißen? Ist Tinstabook das Gegenteil von Heimat?
Mir bietet dieses Land jedenfalls zu viele Möglichkeiten, um es als Heimat zu bezeichnen. Trotzdem mag ich es und werde es wohl  auch in Zukunft in hoher Frequenz besuchen. Und versuchen, mich daran zu beteiligten, dass es eines Tages das Land wird, was ich mir als Heimat erträume. Ich werde mich in Lässigkeit üben. Und in Liebe. Und in Freiheit.

Die Kommentarfunktion wurde abgeschaltet, da der Austausch mit den Autoren und den Lesern zum Thema "Heimatkunde" aktuell für die Bühne bearbeitet wird. Sie können das Ergebnis am 16. & 17. September jeweils um 19.30 Uhr im Theaterhaus Stuttgart erleben.

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Lässigkeit

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Eins muss ich klarstellen. Ich finde Tinstabook nicht schlimm. Oder nicht nur schlimm. Ich komme nicht klar, ja. Aber ich finde es eigentlich ein wahnsinnig aufregendes Land. Ein viel versprechendes Land. Ein Land voller Abenteuer, die aber leider bislang fast alle ohne mich stattfinden.

Leute in meiner Umgebung sagen, nicht die Welt sei schlimm, also die Welt sei schon schlimm, aber besonders schlimm sei die Darstellung der Welt durch Tinstabook. Es sei plötzlich alles so nah und so direkt verfolgbar. Deswegen empfinde man die Welt als noch schlimmer als das, was früher schon schlimm war. Es sei also letztlich Tinstabook das wahre Übel der Welt. Ausgerechnet Tinstabook, meine neue Heimat. Und siehe da, plötzlich fange ich an, eben diese Verteidigungshaltung einzunehmen, von der ich in meinem vorletzten Text geschrieben habe. Dieses So-kann-man-das-aber-auch-nicht-sagen. Ja, Tinstabook ist manchmal abgründig und schrecklich, aber doch nur so schrecklich wie die Welt darum herum. Eben genau gleich schrecklich. Es sind wir Bewohnerinnen und Bewohner darin, die einen Umgang mit diesem Schrecken finden müssen.

Was fast allen von uns in diesem Land fehlt, ist doch der elegante Umgang miteinander. Oder wenn ihr lieber wollt: Die Lässigkeit. Menschen haben neue Regionen bislang selten mit Lässigkeit zu ihren Heimaten gemacht. Der Akt der territorialen Aneignung ist meist ein gewaltvoller. Es geht barbarisch zu, Schlachten werden geführt, übergroße Gefühle kommen auf. Der noch nicht bis in den letzten Winkel reglementierte Raum setzt Kräfte frei, man will Grenzen testen, Unmögliches möglich machen, ausbrechen, sich neu erfinden, einen besseren Platz ergattern und dann ist da auch immer dieser ewige Traum der grenzenlosen Freiheit. Eigentlich toll. Nur meiner Empfindung nach nicht besonders heimatlich. Wie also geht der Akt der Heimatisierung? Und wie wird diese Heimat für einmal endlich eine Heimat für alle? Ich glaube ans Internet, diesen Spielraum, diesen Erfindungsraum, diesen verrückten, grenzenlosen Begegnungsraum. Aber ohne unsere Lässigkeit geht da gar nichts.

3 Kommentare

  1. Lena, ,

    Ich muss sagen, ich kenne eigentlich niemanden, der behauptet, die Sozialen Medien seien schlimm, weil das Übel der Welt einem da viel näher sei kann. Übel ist vielleicht hingegen, dass das so viele Banalitäten nah sind. Was ist die Lena zum Frühstück, wie sieht sie im Urlaub am Strand aus, was trägt die heute für Schuhe? Ich glaube auch, dass die Sozialen Medien viel Potential haben.

    • Steffi, ,

      Vielleicht fehlt die Lässigkeit, weil viele Menschen noch nicht filtern können. Sie sehen so viele banale Dinge online und haben das Gefühl ‚Oh, ich muss das alles mitnehmen. Ich muss mir immer ALLES angucken.‘ Und dann sind sie überfordert, gestresst und völlig unlässlig. Man muss halt auch mal Nein sagen können. ‚Nein, heut guck ich mir nichts auf Facebook an und ich scrolle am nächsten Tag auch nicht alle News von gestern durch.‘

  2. Seemondfee, ,

    Liebe Tina,

    hier ein exzellenter Essay in Aeon zum Thema:
    https://aeon.co/essays/the-internet-as-an-engine-of-liberation-is-an-innocent-fraud

    Nach erholsamen, weitgehend offline Urlaub taumle ich nun wieder in die selbstreplizierende Spirale die Du Tinstabook nennst. Ist nicht schön, aber ästhetische Missempfindungen können wir uns ja fast nicht mehr leisten, oder?

    Grüße

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Integration

, 8 Kommentare

Freunde selbst aussuchen. Selbst entscheiden, wen man mag und wen nicht. Auch jemanden mögen dürfen, der oder die einen nicht mag. Entscheiden dürfen, mit was man sich beschäftigen möchte. Die Art der Gespräche mitbestimmen. Inhalte selbst wählen. Interessen von Tag zu Tag neu ausrichten. Widersprüchlich sein dürfen. Das alles ist bei Tinstabook nicht selbstverständlich. Die dortigen Integrationsbeauftragten haben einen klaren Auftrag: Das sind deine Freunde, deine Interessen und hier hast du ein paar Links zum Spaß haben. Tinstabook erkennt nicht die Vielschichtigkeiten menschlicher Bedürfnisse. Die Lust am Elend oder die Angst vor dem Kranken, der Durst nach Neuem, der Wunsch nach Verständnis. Tinstabook hat keine Ahnung, wer ich bin. Es ist anstrengend, sich ständig gegen dieses aus Algorithmen errechneten Konstrukt seiner selbst abgrenzen zu müssen. Ständig sagen zu müssen, ich bin mehr als Jobs-mit-Sinn, Hildesheimer Kulturwissenschaftler und Gemeinsam-gegen-TTIP. Ich habe noch ganz andere Seiten an mir als nur den Jan-Böhmermann-Fanclub. Ich bin nicht Freithal-gegen-Heime und auch nicht die Schweizerische Volkspartei, nur weil ich mich da mal entsetzt umgeschaut habe. Meine wahren Freunde sind ganz andere Freunde, als die Freunde, die sich ständig auf meiner Facebook-Seite rumtummeln. Ich habe ein anderes Beuteschema als das, was Tinder mir errechnet. Ja, mich interessiert Vieles und ja, die Welt ist komplex, aber es gibt einiges, davon erfahre ich auf Twitter, aus was für Gründen auch immer, einfach nichts. Und wenn ich mich dann auf eigene Faust durchfragen will, glaubt Google tatsächlich besser zu wissen, wonach ich suche, als ich selbst.
Es gibt da Auswege, ich weiß, aber um die anzuwenden, muss ich mich erst auskennen. Und um mich auszukennen, muss ich mich einleben. Und wie lebt man sich ein? Man braucht jemanden, der einem an der Hand nimmt und einem das Land zeigt. Mit allen Tipps und Tricks. Mit allen Fallen und Finten. Mit allen Geheimverstecken. Mit allen Wundergärten. Zumindest ich brauche das. Manche zwölfjährigen Kinder durchschauen die unendliche Komplexitäten von Tinstabook auf einen Blick von ganz alleine. Aber ich in meinem Alter, mit meinen Vorurteilen und Ängsten, meinen Bequemlichkeiten und meiner begrenzten Aufnahmefähigkeit für Neues, brauche Hilfe. Ich bin wirklich integrationswillig. Aber ich brauche euch. Es kann doch nicht sein, dass immer nur die dazu gehören, die alles sofort von selbst verstehen.

8 Kommentare

  1. Marc P., ,

    Ganz genau, wir alle verdummen ohne es zu merken. Wir liken, was uns angeboten wird. Wir sehen nur noch einen klein vom Ganzen. Und dann meinen wir, wir hätten einen breiteren Blick als je zuvor. Der Algorithmus von Facebook ist unendlich gemein. Man sieht vor allem das, was viele sehen, dahingegend wurde erst kürzlich der Algorithmus geändert. Heißt also, man hört und sieht vor allem Inhalte und Meinungen, mit denen man eh konform ist! Kein Wunder, dass sich viele Menschen da so zuhause fühlen und das Gefühl haben, dass man sie versteht. Das ist aber ein Trugschluss.

  2. Anna, ,

    Am schlimmsten ist doch, dass viele ihr Leben nun daran messen, wie sie digital aufgestellt sind, wie viele Freunde sie haben, wie viele ihren Post mögen. Unser Leben, unser Körper ist aber noch nicht völlig digitalisiert und im Netz aufgelöst. Das wahre Leben bleibt einfach auf der Strecke.

  3. Tina, ,

    habe diese seite gefunden, die einem hilft, alles lesen zu können und nicht nur das, was facebook für mich aussucht. alles ist natürlich viel. aber besser, als vorsortiert. https://blog.wdr.de/digitalistan/facebook-ohne-algorithmus/

    • Lisa, ,

      Danke Tina, klingt interessant (das Sortieren nach ‚Neusten Meldungen‘ kenne und mach ich; ist bisher aber sehr mühsam), ich bin sehr gespannt. Leider werden wohl nur sehr wenige, das steht ja auch im Artikel, wissen, dass man was und was man gegen das vorsortierte Lesen machen kann, so wird Facebook wohl weiter lange gesellschaftliche Extreme fördern. Wie traurig. Aber man kann ja immer noch aussteigen. Nur habe ich mich das noch nicht ‚getraut‘.

      • Tina, ,

        ich will ja eben nicht aussteigen, sondern endlich ankommen.

        • Lisa, ,

          Na, ob das klappt? Kaum hat man’s raus, ändern die den Algorithmus wieder…

    • Jens, ,

      Ganz interessant könnte auch diese Seite sein: allfacebook.de/ Die richtet sich aber vor allen an Unternehmen. Obwohl, eigentlich geht’s ja auch bei privaten Konten um’s Vermarkten der eigenen Person.

  4. Katharina, ,

    Katharina: Heißt du wirklich Hartmut?
    Amir: Nein. Amir.
    Katharina: Echt?
    Amir: Warum die Zweifel?
    Katharina: Wer einmal lügt… Ne Spaß … Amir ist wirklich schön.
    Amir: Die Lüge basiert auf Facebook. Wollte da gerne nicht mit Klarnamen
    auftauchen.
    Katharina: Ja. Klar. Verstehe.
    Amir: Du heißt aber schon immer Katharina?
    Katharina: Ja. Ist eh so häufig und allerwelts…
    Amir: Find ich auch nicht schlecht den Namen.
    Katharina: Merci. Heißt du Akram mit Nachnamen? Ich bin Whats-App und
    Tinder – Anfängerin. Mich macht das ganz kirre dass ich mich mit den
    Einstellungen nicht auskenne. Siehst du auch meinen Nachnamen? Kann
    man irgendwo einstellen dass keiner sieht wann man online ist und wann
    man die News gelesen hat ? Grrrr.
    Amir: Super. Da sind wir schon zu zweit. Wenn du weißt wie man das ausstellt (wo
    siehst du das überhaupt?) Gib bitte laut. Argh. Und ja Akram.
    Katharina: 😉
    Amir: Achso deinen Namen sah ich nicht. Nur Katharina. Alles schick.
    Katharina: Noch eine Frage bevor ich los muss: ist es deine (Ex-)freundin auf dem
    Profilbild?
    Amir: Ja. Exfreundin. Warum?
    Amir: Ich hab übrigens damit gerechnet. Fest.
    Amir: Dass diese Frage kommt.
    Amir: Also zeitnah kommt.
    Katharina: Sie ist sehr hübsch auf dem Foto, deine Exfreundin. Und lässig. Hast du
    morgen Abend schon was vor?

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Zivilcourage

, 5 Kommentare

Heimat nenn ich einen Ort, wenn ich auf der Straße laut und deutlich meine Meinung sagen kann. Das gelingt mir manchmal tatsächlich. In meinem Berliner Kiez zum Beispiel, die Görlitzer Straße hoch und runter. In der U1, allerdings nur zu gewissen Uhrzeiten. Im Theater, in meinen Texten. Unter engen Freunden. Und glücklicherweise auch in meinem Elternhaus. Es ist diese sonderbare Sicherheit, diese Verteidigungshaltung, dieses Ich-weiß-wie´s-hier-läuft, mach deinen Scheiß bitte woanders. Das nenn ich Heimat.

In Tinstabook besitze ich dieses Selbstverständnis, ihr wisst es bereits, nicht. Da wird zwar viel gesagt, wogegen ich laut schreien und kotzen müsste. Aber ich fühle mich einfach nicht so richtig zuständig dafür. Es ist mir doch so fremd alles, ich bin doch so neu, sollen doch die sich kümmern, die hier zuhause sind. Ich kann mich weder verstecken, noch schützen, noch retten. Ich kann die Dynamik nicht einschätzen. Ich kann nicht einschätzen, was diese Dynamik dann in mir auslöst. Ich kenne dieses Land nicht, also verteidige ich es auch nicht.

Ihr sagt jetzt, das geht nicht. Ihr sagt, das Netz braucht all unseren Anstand. Neubürger*innen wie alt Eingesessene, Ureinwohner, wie Zugezogene. Tinstabook kann nur diese friedliche, zwar extrem kritische und absolut kontroverse, aber faire, vielleicht widersprüchliche, vielleicht verrückte, aber dennoch warme, auch leidenschaftliche, schrille, schräge, aber geschwisterliche Gemeinschaft werden, die sie gerne werden will, wenn wir uns das alle gemeinsam erkämpfen. Neuerdings lese ich in Tinstabook von immer mehr Bewohner*innen den Wunsch nach mehr Liebe. Man soll doch bitte viel mehr das, was man mag, hervorheben, kommentieren, teilen und zwar liebevoll, man soll Liebe vergeben, so viel man nur kann, Liebe streuen, Liebe ernten, lieb sein und diesen Hass, diese Krankheit, mit Liebe ausmerzen.

Ich bin leider oft zu müde. Ich klapp dann einfach den Laptop zu. Und damit sind sie alle weg. Die Liebe ist weg, aber auch die Idioten mit ihren Idiotensprüchen und ihre Kriege, die sie führen. Als würde sie nicht irgendwo an ihren Rechnern sitzen und wirklich Idioten sein. Vielleicht sogar auf irgendeinem Sofa in einer Altbauwohnung in meiner Görlitzer Straße.

5 Kommentare

  1. Lisa, ,

    Ja, auch auf ‚Tinstabook‘ geht das nicht. Gibt ja auch Leute, die sich da zu Hause fühlen (wo sie sich einsetzen (und hetzen?) können), und nicht draußen auf der Straße.

    • Erika, ,

      Ganz im Gegenteil! Tinstabook, Instagram und Facebook ist der Ort der Exklusion schlechthin. Wer findet da schon hin? Um einen Account zu betreiben, muss man erst einmal gewillt sein, seine Daten zu verkaufen, seine Privatsphäre aufzugeben und sich für wichtig genug nehmen, sein Essen und seine alltäglichen ‚Erlebnisse‘ zu posten. Wer zu arm ist, ist da nicht. Wer keinen guten Zugang zum Internet hat auch nicht. Wer zu viel arbeitet sicher ebenfalls nicht. Wer zu jung oder zu alt ist, ist da auch nicht anzutreffen. Wer sich das Ganze nicht antun will ebenfalls nicht. Ich finde es völlig falsch, dass immer behauptet wird, dass sich dort die breite Öffentlichkeit trifft. Das ist nämlich ganz und gar nicht so!

      • Tina, ,

        Aber wäre es so, dann wäre es das Land meiner Träume. Ich frage mich nur, ist es nicht möglich, dass es das noch wird? Ist schon alles entschieden im Internet oder kann sich diese „Heimat für alle“ noch bilden?

        • Erika, ,

          Momentan erscheint mir das doch sehr utopisch! Aber das hat man vor Jahrzehnten auch zu ganz anderen Dingen gesagt, und heute hat jeder x-te Haushalt einen Staubsaugerroboter und 5 Tabletts. Vielleicht leben wir eines Tages ja doch ganz digital. Mir graut es davor aber (noch).

          • Tina, ,

            Als Konstrukt meine ich, wäre es meine Traumheimat. Als Ort, an dem sich wirklich alle Zuhause fühlen. Jetzt, wo sie selbst in Kuba an manchen Plätzen Wlan eingerichtet haben, müsste es doch rein technisch für viele Menschen Zugang geben. Was muss passieren, dass es auch für alle eine Heimat wird? Mehr Liebe? Mehr Lässigkeit? Mehr Anstand? Mehr was? Was brauchen wir, damit wir uns leben lassen können? Oder warum lassen wir uns selbst im Netz nicht leben?

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Einreise

, 14 Kommentare

Ich nenne dieses Land, dieses Tinder-Instagram-Facebook-Land, jetzt mal Tinstabook. Meine Einreise nach Tinstabook war sehr EINFACH. Ich bin nicht mit dem Flugzeug gereist und auch nicht mit dem Gummiboot. Ich musste mich einfach nur einloggen, ein paar Daten von mir preisgeben und schon war ich drin. Mittendrin. Ich musste mich nicht nach der Hauptstadt durchfragen und dort auch nicht nach der Ausländerbehörde, ebenso wenig wurde mir eine Unterkunft zugeteilt und so weiter, ihr wisst, was ich meine. Ich hätte sofort losleben können. Nur wusste ich wirklich nicht, wie. Ich habe bei meinen eins bis zwei Milliarden neuen Landsleuten geguckt, wie die so leben, aber das hat mich umso mehr verwirrt. Meine Bekannte Becky aus Neuseeland zum Beispiel, sie war einer meiner entscheidenden Einreisegründe, löste in mir von Anfang an einen enormen INTEGRATIONSWIDERWILLEN aus. Sie hatte mir im Vorfeld versprochen, nach meiner Einreise würden wir uns in unserem gemeinsamen Land WIE NACHBARINNEN fühlen. Wir würden ALLES TEILEN: Fotos der jungen Lämmern auf ihrer Farm, Fotos der Einschulung ihrer Tochter, Fotos ihrer neu ersteigerten Unterwäsche. Ich wollte das, ich fand das cool. Ich dachte, abgefahren, in diesem Land kommt man sich vielleicht tatsächlich irgendwie nah, obwohl man sich so fern ist. Es stellte sich allerding bald nach unserem Wiedersehen in Tinstabook heraus, dass Becky kaum Fotos von Lämmchen und Kindern postete, sondern vor allem Fotos von sich selbst a.k.a Selfies. Selfies von Becky vor der Garage, Selfies von Becky vor ihrem Badezimmerspiegel, Selfies von Becky mit Gartenschlauch, von Becky mit Hund, von Becky mit Zahnarzt. Da war ich erstmals etwas enttäuscht. Von Becky natürlich. Aber vor allem von Tinstabook. Wie ich damals bei meiner nächtlichen Ankunft in Mexico City auch enttäuscht war, als direkt neben meinem Hotel ein erschossener Mann vor einem brennenden Auto lag. Enttäuscht, dass es eben doch nicht so ist, wie man gehofft hatte, dass es vielleicht doch nicht ist.

Von mir selbst gab ich, als ich im neuen Land Tinstabook angekommen bin, wenig preis. Keine Angaben über Geburtsort oder Arbeitsplatz oder Lieblingsfilme, keine Fotos, nichts, außer das, was die da von den Landesbehörden eben unbedingt von mir wollten. Ich machte mir vor, dass sie auf diese Weise nichts Wesentliches über mich erfahren werden und musste bald erfahren, dass das nicht stimmt. Plötzlich kamen die Freundschaftsanfragen. Anfragen von Menschen, Leute aus meiner Zeit an der Uni oder Kindergartenfreunde, die mich nicht gesucht hatten und mich dennoch fanden. WOHER WUSSTEN DIE ALLE VON MEINER EINREISE? Da kam mein erstes deutlich wahrzunehmendes Unbehagen auf. Ab jetzt fühlte ich mich beobachtet, oder besser: SONDERBAR ERFASST. Als ich vor vielen Jahren aus der Schweiz nach Deutschland eingewandert bin, wurde ich wenige Wochen später vom Schweizer Konsulat zu einem Grillfest mit Schweizerinnen und Schweizern auf der Wiese vor der Schweizer Botschaft in Berlin eingeladen. Da bin ich natürlich nicht hingegangen. Andere hätten das aber vielleicht gemacht und es hätte ihnen EIN GUTES GEFÜHL gegeben, zu wissen, dass es in dieser großen, FREMDEN Stadt Menschen gibt, die irgendwas, und sei es auch nur eine Nationalität, mit ihnen gemein haben. Und so macht es eben auch Tinstabook. Man ist dort nie allein. Ich fühlte mich von Anfang an unter Vertrauten, Bekannte, Verwandten, Verbundenen, ferner Verbundenen und überhaupt nicht Verbundenen, die aber über fünf Ecken ANGEBLICH doch eigentlich total verbunden waren.

So war Tinstabook plötzlich ein Land, das richtig gut zu mir passte. Fast alles, was da so gesagt und gemacht wurde, fand ich gut. Es war alles richtig gut antirassistisch und feministisch und kapitalismuskritisch. Plötzlich war die Welt voller alternativen Wohnprojektideen und Flüchtlingsaktivist*innen, selbst die Newsletter der großen Onlinezeitungen, die ich abonniert hatte, berichteten nur noch in meinem Sinne. Und da Tinstabook ja eine Weltnation ist, dachte ich in unaufmerksamen Momenten manchmal, dass die Welt vielleicht plötzlich tatsächlich ein bisschen besser geworden ist. Als ich dann verstand, dass die Nation Tinstabook so viele Gesichter wie Einwohner*innen hat, wusste ich nicht mehr, wo ich bin.

Ich wollte sehen, was Tinstabook sonst noch so zu bieten hat. Berge und Täler anschauen. Und habe ich mir fortan andere Freunde gesucht. Leute, die gar nicht meine Freunde waren, die im Gegenteil genau das Gegenteil meiner Freunde waren, aber in Tinstabook trotzdem so bezeichnet wurden. Und die brachten mich in Regionen, auf die ich nicht vorbereitet war. Man sagte mir schon vor meiner Einreise, dass es auch im Land Tinstabook Menschen gäbe, die mich nicht mögen und sich durchaus nicht scheuen würden, mir das zu zeigen. Ich dachte natürlich immer, damit werde ich fertig. Ich sitz doch zu Hause auf meinem Sofa und die irgendwo in Dresden oder Niedersachsen oder der Innerschweiz oder sonst wo WEIT WEG VON MIR. Die können mir ja nichts und ich habe ohnehin schon viel zu viel gehört und erlebt und gesehen, mir kann hier überhaupt niemand mehr irgendwas. Und weil ich mich ja so unauffällig verhalte, wie ich es mir vorgenommen habe, mich zu verhalten, habe ich bislang tatsächlich nie was zu hören bekommen. Aber was ich sonst so gehört habe, nun ja. Ich weiß ja nicht, wie´s euch ANDEREN BÜRGERINNEN UND BÜRGERN VON TINSTABOOK damit so geht, aber ich empfinde unterdessen Angst, nachts, auf Tinstabooks Straßen. Ich weiß, dass es die Angst nicht bringt. Aber als linke Sau will ich trotzdem nicht bezeichnet werden. Und ich will nicht lesen, dass ich doch nur deshalb für die Aufnahme von Flüchtlingen sei, weil sonst keiner mehr über mich drüber ginge. Und eine Demütigung, eine Million mal geklickt, will ich auch nicht erleben.

Manchmal habe ich Heimweh. Ich weiß nicht genau, wonach. Vielleicht nach diesem Land, von dem ich mal gehofft habe, dass es Tinstabook sein könnte.

14 Kommentare

  1. SeeMondFee, ,

    Hey Tina, bin hier zufällig reingepurzelt (lol).
    Lustiger Post: als ob man mit dem Gummiboot ins Internet könnte…da gibt’s doch gar keinen Empfang. Und im Tinstabook (url ???) schaust Du nach Tälern und Bergen? Die gibt’s doch in der Schweiz gratis….also mit Pass natürlich.
    Und Dein Frenemy Becky hat Dich enttäuscht mit ihrer Selfidence? Sei doch froh, dass Du es mitbekommenh hast, ehe Du ihr ewige Ferntreue schwörst.
    Vielleicht hilft es, sich vorzustellen, dass das Tinstabook auch nur ein beschränkter Raum ist. Keine Weltnation sondern ein unförmiges Riesendorf in dessen weniger gut beleuchteten Ecken, jenseits der herausgestellten Netiketten, sich die dunklen Triebe tummeln.
    Also vielelleicht wieder raus aus dem Dorf und hinein in die Welt. Runter vom Fuck-it-Mountain. Unsere Facebookonality kann ja gerne da bleiben, ab und zu telefonieren wird ja wohl noch erlaubt sein.
    Und den Hatern, Egotisten und Lonern rufen wir zu: We’re all smart! Distinguish yourself by being kind.

    • Tina, ,

      Hallo Seemondfee,
      danke für deinen Kommentar. Du hast scheinbar diese Lässigkeit, die nur Leute haben, die über mehrere Generationen schon in diesem Land leben oder eben einfach einen Scheiß drauf geben. Aber wie macht man das? Selfiedence ist wirklich ein cooles Wort. Ist das verbreitet?
      Ich muss auch zugeben, dass ich vorhin googlen musste, weil ich mir die ganzen Netz-Abkürzungen nicht merken kann. Bin ich zu alt? Ich glaube, es hat nichts mit dem Alter zu tun, oder? Falls du noch mal zufällig vorbeischneist, lass mich doch wissen, wie du das machst, dich so smart abzugrenzen. Ich würde das auch gerne können. Aber dann glaube ich wieder, es passiert einfach doch zu viel, um das alles einfach als ein give-a-shit-Dorf zu bezeichnen. Auch zu viele wirklich echt irgendwie interessante Dinge. Und ja, es kam auch schon öfters vor, dass ich wahrhaft aufregende Ereignisse verpasst habe, weil ich mal wieder versucht habe, einen Scheiß drauf zu geben.

  2. SEEMONDFEE, ,

    Dear Tina. Danke für Deine Gedanken. Mich würde interessieren, was Dich in der aktuellen Netz-Gemengelage aus Fassungslosigkeit, Twitterysterie, latentem Fremdenhass und Law-and-Order-Fantasien so bewegt?
    Folgst Du dem Mahlstrom der K.O.mmentare oder verfällst Du bei sowas eher in Apathie, klinkst Dich aus und atmest lieber frische Luft statt diesen Dunst?

  3. Tina, ,

    hallo seemondfee, schön, dass du noch mal schreibst. aber ganz ehrlich, ich fühl mich hier trotzdem immer noch etwas einsam. Was machen denn die, die hier zu Hause sind, ganz genau anders?

  4. Tina, ,

    Und deine Frage beantworte ich ein andermal. Muss mich jetzt erstmal rausklinken. Wie machst du das?

  5. SEEMONDFEE, ,

    Hallo Tina, wie mach ich was? Rausklinken? Ganz, ganz schlecht. Geh jetzt erstmal in Urlaub und brauch noch ne coole out-of-office Mail….dafür wär doch die Schwarmintelligenz nützlich, also: Vorschläge willkommen nach folgendem Muster:
    „Thank you for getting in touch. I’ll be on holiday until … but will still be checking my e-mails obsessively every 10 minutes or so. So if I don’t reply it’s because of you not me.“

    • Tina, ,

      Ich denk mir was aus, ok? Ich hätte ja gerne ein Algorithmus, der mir nur noch die privaten, voll nett gemeinten Mails weiterleitet. Das Netz müsste doch in der Lage sein, alles andere selbständig zu beantworten. Termine in meinen Kalender übernehmen, Rechnungen bezahlen, Konfliktmails ignorieren.

  6. Tina, ,

    oh, du bist im Urlaub? Ich auch. Aber ich sitze trotzdem am Rechner. Mit meinem Baby auf dem Schoß und drei andere Kinder um mich rum und draußen scheint die Sonne. Und du so? Gerade online? Wie irritiertend, dass man das hier nicht sehen kann.

  7. Tina, ,

    ich bin übrigens in einem superkleinen alten Dorf in den italienischen Bergen, so richtig abgelegen von allem und still und ruhig. Man fährt eine Stunde durch tiefe Wälder über ein Pass in eine verlassene Schlucht. Auf den Gassen sieht man kaum Menschen. Es scheint alles verlassen und verschlafen. Aber ich habe es in den Anzeigen gesehen: Alle Ferienhäuser hier sind natürlich mit Wlan ausgestatten. Das Internet hat auch hier längst Einzug genommen. Ich werde gleich versuchen, hier mal jemanden anzutindern.

    • Elly, ,

      Hallo Tina, warum machst Du so was, wenn Du doch endlich fern von Allem bist? Kopfschüttel** Lach* Kenn ich auch…. Und, wieder zu Hause? Urlaib vorbei?

  8. Petra, ,

    Dieses Onlinegespräch demonstriert meiner Meinung nach wunderbar, worum es bei Facebook und Instagram geht: leere Phrasen aneinanderreihen, die in der ‚realen‘ Welt kaum eine Bedeutung und einen Wert haben.
    Einer der überflüssigsten und zugemülltesten Hashtags ist wohl #OOTD! Wozu muss man all das wissen, was auf Instagram verfügbar ist. Stalken völlig fremder Menschen wird da gesellschaftsfähig.

    • Tina, ,

      Was mir im Netz oft passiert, ist, dass ich über alles so schnell drüber lese und denke, es sei alles überflüssig.

Die Kommentarfunktion wurde abgeschaltet, da der Austausch mit den Autoren und den Lesern zum Thema "Heimatkunde" aktuell für die Bühne bearbeitet wird. Sie können das Ergebnis am 16. & 17. September jeweils um 19.30 Uhr im Theaterhaus Stuttgart erleben.

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Das Netz ist nicht meine Heimat

, 2 Kommentare

Das Netz ist nicht meine Heimat. Nirgends fühle ich mich darin sicher genug, um sagen zu können, hier bin ich wer, hier bin ich ich selbst, hier agiere ich aktiv und sicher. Überall bin ich fremd. Selbst hier jetzt, in diesem Blog. Ich bin zaghaft. Und das obwohl ich im echten, ich meine damit das nichtdigitale Leben, durchaus kleine Tischrunden unterhalten kann. Manche sagen, Facebook sei die neue Weltnation, eine Gemeinschaft von Weltenbürger*innen, alle vereint und potentiell in der Lage, ihr Leben miteinander zu teilen. Ich bin in dieser Giganation Newcomerin und das, obwohl ich schon vor etwa zwei Jahren eingereist bin. Trotz Bemühungen lerne ich die Sprache nicht. Ich begreife die Spielregeln nicht. Ich habe nur 241 Freunde. Und kein Gefühl dafür, was ich poste, wie ich poste. Oder wie ich die Posts der Anderen kommentiere. Und was ich liken soll und warum. Und wem ich zum Geburtstag gratuliere und wie. Und wie ich mich selbst zeige, damit meine 241 Freunde von mir das denken, was sie von mir denken sollen: Dass ich ein stringenter, kluger Mensch mit klar definierten Interessen, einer unerschütterlichen, kritischen Meinung und einer zufriedenstellenden beruflichen Situation bin.

Mir gefällt durchaus einiges, wenn auch definitiv nicht alles, was sich auf sozialen Plattformen abspielt. Ich empfinde geradezu Bewunderung für Menschen, die darin neue Diskussions- und Streitformen finden, sich jenseits der großen Medien mit Informationen austauschen, ihr soziales Leben erweitern und sich in Abenteuer stürzen, die in prädigitalen Zeiten nicht denkbar gewesen wären. Ich selbst jedoch, ich schau mir das an und denke unweigerlich: Da komme ich nicht mit. Und fühle mich dabei steinalt.

In den folgenden Wochen möchte ich mich integrieren. Dieser Blog soll mir dabei helfen, meine Vorbehalte und Ängste, meine Unsicherheiten und Vorurteile, meine Fragen und Bedenken abzubauen und einen Zugang zu all dem zu finden, was mir bislang verborgen bleibt. Ich möchte ernsthaft versuchen, mich Twitter, Instagram, Tumblr, Tinder, Okcupid und all den anderen großen und kleineren Nationen zu öffnen und am Ende zu sagen, ich bin wie ihr, ich mache mit, ich bin Teil eurer Gemeinschaft geworden.

2 Kommentare

  1. Jörg, ,

    Man muss doch kein Gefühl dafür haben, was man postet. Warum Fragen viele immer danach, wie man’s richtig macht. Wenn man sich aber Tipps derer anschaut, die erfolgreich sind, was auch immer das dann heißt, steckt meist gesunder Menschenverstand dahinter. Das Gefühl von Unsicherheit ist da eher ein gutes Zeichen.

  2. Smokey, ,

    In den folgenden Wochen möchte ich mich integrieren. Dieser Blog soll mir dabei helfen, meine Vorbehalte und Ängste, meine Unsicherheiten und Vorurteile, meine Fragen und Bedenken abzubauen und einen Zugang zu all dem zu finden, was mir bislang verborgen bleibt…..

    Und, was ist draus geworden – am Ende bist Du wieder am Anfang, Tja….

Die Kommentarfunktion wurde abgeschaltet, da der Austausch mit den Autoren und den Lesern zum Thema "Heimatkunde" aktuell für die Bühne bearbeitet wird. Sie können das Ergebnis am 16. & 17. September jeweils um 19.30 Uhr im Theaterhaus Stuttgart erleben.

Karten unter www.theaterhaus.com