Viertelesweisheiten

.Je weiter man von zu Hause weg ist, desto deutlicher kann man erkennen, was den Schwaben so „oige“, aber auch so liebenswert macht. Bei einem Besuch in Stuttgart bin ich, einer alten Gewohnheit folgend, beim „Stetter“ eingekehrt. Am Nebentisch saßen zwei alte Männer – was hoißt alt? Männer halt in meinem Alter. Die hent in ihre Viertelesgläser neiguckt, wie d’Zeit vergeht. Und ab und zu hat auch einer was g’sagt. Sie haben dann über einen abwesenden Bekannten gesprochen. „Du, domm ischt der fei net“, hat der eine gesagt. Dann ist sehr viel Zeit vergangen. Die zwoi hent vor sich hinguckt, a paar Schlückle gnomme, und schließlich sagte der andere: ‚Aber g’scheit ischer au net!‘“

Danach haben die zwei über ihre Krankheiten diskutiert. „Was willscht mache. I werd halt alt!“, sagte der eine, worauf der andere antwortete: „Lang lebe wellat älle, bloß et alt werde. A bissle astrenge muss mr sich natürlich scho! Guck mi an. Ich leb vernünftig, kein fettes Essen, ich gehe regelmäßig spaziere, trinke keinen Alkohol, bloß nachem Essa a Schnäpsle ond obends mei Viertele. Wenn i so weiter mach, werd i no achtzig!“

Sagt sein Nachbar: „Sag doch neunzig, no bischt net so em Zeitdruck!“

 

2 Kommentare

  1. Wolf, ,

    Ich muss sagen, ich verstehe kaum, worum es geht. Schwaben geht das sicher anders…

  2. Smokey, ,

    Dem Schwoab geht`s nicht nur anders….

Die Kommentarfunktion wurde abgeschaltet, da der Austausch mit den Autoren und den Lesern zum Thema "Heimatkunde" aktuell für die Bühne bearbeitet wird. Sie können das Ergebnis am 16. & 17. September jeweils um 19.30 Uhr im Theaterhaus Stuttgart erleben.

Karten unter www.theaterhaus.com